Nordschleife 2026: Meine Saison zwischen Verstappen-Hype, 24h-Regen und Meister-Finale
Volle Tribünen wegen Verstappen, Regen und Nebel beim 24h-Rennen, Gegenlicht mit Spray im Finale: 2026 war für mich eine Nordschleifen-Saison, wie ich sie seit 2009 noch nicht erlebt habe. Hier ist mein Rückblick auf NLS2, NLS3, das 24h-Rennen und NLS10, mit den Bildern, die hängen geblieben sind.
NLS2: Der Verstappen-Effekt
Die NLS hatte schon einen holprigen Start: Der erste Lauf fiel wegen des Wetters aus. Beim 58. ADAC Barbarossapreis war dann alles anders. Max Verstappen fuhr im Mercedes-AMG GT3 #3, und das hat man an jeder Ecke gemerkt. So viele Fans habe ich an einem normalen NLS-Wochenende selten erlebt.
Sportlich lief es für ihn erst perfekt: Pole-Position und Zieldurchfahrt mit rund einer Minute Vorsprung. Wenige Stunden später kam die Wende. Das Team hatte einen Reifensatz zu viel verwendet, also wurde das Auto disqualifiziert. Den Sieg erbte der Rowe-BMW #99 von Dan Harper und Jordan Pepper.


NLS3: Schubert ist zurück
Drei Wochen später ging es an der Strecke ruhiger zu, im Rennen aber nicht. Schubert Motorsport feierte ein Comeback nach Maß: Philipp Eng, Robin Frijns und Marco Wittmann gewannen im BMW M4 GT3 EVO #77.

Ein schwerer Tag
Beim ersten 24h-Qualifikationsrennen im April verunglückte Juha Miettinen tödlich, das Rennen wurde abgebrochen. Ich war an diesem Tag nicht an der Strecke. Trotzdem gehört sein Name in diesen Rückblick. Meine Gedanken sind bei seiner Familie, seinem Team und allen, die ihn kannten.
24h-Rennen: Mistwetter, beste Stimmung
Das Wetter beim 24h-Rennen war, freundlich gesagt, eifeltypisch. Für Fotos ist das oft ein Geschenk: nasser Asphalt, Scheinwerfer in der Gischt, Nebel zwischen den Bäumen. Gewonnen haben Maro Engel, Maxime Martin, Fabian Schiller und Luca Stolz im Mercedes-AMG #80 von Team Ravenol. Verstappen gab sein 24h-Debüt, und das merkte man an der Zahl der Fans rund um die Strecke.




Finale NLS10: Ein Meister im 240i und ein Porsche-Doppelsieg
Morgens im Qualifying war die Strecke noch feucht, und genau da entstand im Hatzenbach mein Lieblingsbild des Tages. Die Sonne stand tief, das Licht kam von hinten, und jedes Auto zog einen Schleier aus Wasser-Spray hinter sich her. Zum Rennen trocknete die Strecke ab, das Finale lief komplett im Trockenen.
Den Sieg holten Nico Menzel und Sven Müller im Porsche #17. Müller fuhr gleichzeitig im Schwesterauto #44 und kam auch damit auf Platz zwei. Den Titel holten aber nicht die GT3-Fahrer, sondern drei Fahrer im BMW M240i Racing Cup #650: Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert, mit dem siebten Klassensieg der Saison. Das ist typisch NLS: Was zählt, ist die Leistung in der eigenen Klasse, nicht die PS-Zahl.



Hinweis: Wegen laufender Berufungsverfahren sind die Ergebnisse von NLS9 und NLS10 laut Veranstalter vorläufig.
Du warst dabei? So findest du dein Foto
Alle Bilder dieser Saison findest du in der Galerie. Du kannst nach Startnummer, Team oder Fahrzeug suchen. Wenn dir ein Bild gefällt, schick mir einfach eine Anfrage. Das geht auch für mehrere Bilder auf einmal.
Für Teams und Fahrer: Saison 2027
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